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CAIRO   /   LUXOR (THEBE)   /   MEMPHIS (PIRAMIDES)   /   ASSOUAN (ABU SIMBEL)

Kairo, Der islamische Stadtkern, Die Mutter der Welt

"Wer Kairo nicht gesehen hat, hat die Welt nicht gesehen. Ihre Erde ist aus Gold, ihr Nil ist ein Wunder, ihre Frauen sind wie schwarzäugige Jungfrauen aus dem Paradies, ihre Häuser sind Paläste, ihre Luft ist weich und duftend wie Aloeholz. Und wie könnte Kairo anders sein, ist es doch die Mutter der Welt." So steht es in den Geschichten aus 1001 Nacht geschrieben.

Der Film spürt diesem Zauber nach. Er besucht die Märkte und Moscheen der Hauptstadt Ägyptens und erzählt uns dabei einige der vielen Legenden, die es in Kairo gibt. Zahllose Geschichten findet man in an diesem Ort.

Die Stadt ist so alt wie ihre Geschichten. Von den über 500 Moscheen stammen einige noch aus dem 9. und 10. Jahrhundert.

Daten & Fakten

Kulturdenkmal: Altstadt von Kairo, u. a. mit der Zitadelle, der Mohammed-Ali-Moschee, der El-Nasir-Moschee, der 5-eckigen Sultan-Hassan-Moschee, der Rifai-Moschee mit den Gräbern König Faruks und Schah Mohammed Resas, der Ibn-Tulun-Moschee, dem Mausoleum der Shagarat el-Du und der Blauen Moschee (Aksunkur-Moschee)

UNESCO-Ernennung: 1979

969 Eroberung Ägyptens durch die Fatimiden

973 Kairo Hauptstadt des fatimidischen Ägypten

1087-91 Anlage der Stadtmauer mit Bastionen

1168 Verheerender Brand

1175/76 Wiederaufbau Kairos und Bau der Zitadelle

1250-1517 Wirtschaftszentrum der damaligen islamischen Welt unter den Mamelucken

1335 Bau der El-Nasir-Moschee   /   1517 Eroberung durch die Osmanen unter Sultan Selim I.

1652 Wiederaufbau der durch Erdbeben beschädigten Blauen Moschee

1798 Einzug Napoleons in Kairo

1805 Einzug des Paschas von Ägypten, Mohammed Ali, in die Zitadelle

1814 Bau des Gawhara-Palastes    /   1823 Zerstörung der Zitadelle durch Explosion

1912 Bau der Rifai-Moschee    /   1992 teilweise Zerstörung durch Erdbeben


 

Die Felsentempel von Abu Simbel, Abbild in Stein

"Erbaut" ist nicht das richtige Wort für die Entstehung der Felsentempel von Abu Simbel. Hier, am westlichen Nilufer, meißelten Arbeiter unter Ramses II die Tempel direkt in den Kalkstein und drangen so bis zu 60m tief in das Gebirge vor.

Die regelmäßigen Überschwemmungen des göttlichen Flusses lassen Palmen und Gärten ergrünen.

Ramses regiert ein Land, dessen Lebensader der Nil ist. Die regelmäßigen Überschwemmungen des göttlichen Flusses lassen Palmen und Gärten ergrünen. Hier am fruchtbaren Nilufer lassen sich Mensch und Vieh nieder.

Tief im Inneren mangelte es an Sauerstoff, und das schwache Licht der Öllampen und Spiegel erschwerte die Arbeit. Aber das durfte die Bauleute nicht hindern, tausende von Tonnen Gesteinsmassen abzubauen, riesige Säulen in den Fels zu hauen und hunderte Quadratmeter farbig zu gestalten.

Der Pharao hat in seiner langen Regierungszeit im 13. Jahrhundert vor Christus einige solche Monumentalbauten erschaffen lassen, von denen noch viele gut erhalten sind. Im Film dürfen wir einige bewundern.

Daten & Fakten

Kulturdenkmal: 60 m tief in den Fels gehauener Großer Tempel mit 33 m hoher Tempelfassade und 20 m hohen Statuen mit dem »vergöttlichten Abbild« Ramses' II., Große Pfeilerhalle mit dem Ausmaß 16,43x17,7 m; Großes Heiligtum der Isis von Philae mit 93 m langem westlichem Säulengang und dem 45,5 m breiten und 18 m hohen, von zwei Türmen flankierten Ersten Eingangstor, dem sogenannten »Ersten Pylon«

UNESCO-Ernennung: 1979

1290-1224 v. Chr. unter Ramses II. Bau von Abu Simbel

3./4. Jh. v. Chr. Bau des Heiligtums der Isis auf Philae

1902 Heiligtümer von Philae vom ersten Assuan-Stausee überflutet

22.3.1813 Entdeckung von Abu Simbel durch Johann Ludwig Burckhardt (1784-1817)

1817 Freilegung von Abu Simbel

1960-71 Bau des Nasser-Stausees

1964-68 Umsetzung der Tempelanlagen von Abu Simbel

1972-80 Umsetzung der Baudenkmäler von Philae

Memphis, Weltwunder Pyramiden

Gegenüber der Millionenstadt Kairo erheben sich die berühmtesten Pyramiden der Welt (insgesamt neun), darunter die herausragenden Cheops-, Chefren-, und Mykerionos Pyramiden, die Grabstätten der gleichnamigen Pharaonen.

Als Ägypten um 2.900 v. Christus zu einem Großreich vereinigt wurde, wählten die Pharaonen das im südlichen Nildelta gelegene Memphis als Hauptstadt. Die Epoche der Pyramidenbauten, die im Alten Reich einsetzte, fand ihren Höhepunkt schließlich in den großen Pyramiden von Giseh, der Stadt der Toten, heute ein Vorort Kairos.

Dreihundert Jahre vor dem Bau der ersten großen Pyramide war in Sakkara die erste Nekropole entstanden und hier hatte der geniale Baumeister Imhotep die erste Pyramide entworfen. Die traditionellen Gräber der Ägypter waren die sogenannten 'Mastabas', rechteckige Gebäude aus Lehm, mit Flachdach und mehreren Räumen. Übereinander gesetzt entstand eine 69 m hohe Stufenpyramide.

Beim Anblick dieser faszinierenden Monumente stellt sich der Besucher immer wieder die gleiche Frage: wie war es möglich, die riesigen Steinquader mit den Hilfsmitteln der damaligen Zeit auf solche Höhen zu bewegen? Alleine für die 146 m hohe Cheops-Pyramide, deren Seiten jeweils eine Fläche von 20.000 Quadratmetern aufweisen, verbauten die Arbeiter 2,3 Millionen Quader, die bis zu drei Tonnen schwer waren. Auch die Wissenschaft rätselt- und streitet bis heute, welche der aufgestellten Thesen über die Bauweise der Ägypter richtig ist. Fest steht lediglich, dass man sich zum Transport der Steinblöcke bereits Hebelwirkung und die schiefe Ebene zunutze machte.

Mehr als tausend Jahre später erlebte Ägypten mit den Ramses-Pharaonen noch einmal eine große Zeit, auch wenn Memphis schließlich seine Bedeutung verlor.

Dann kamen die Griechen als neue Herrscher und priesen die Pyramiden als eines der Sieben Weltwunder. Heute, über 2.500 Jahre später, existiert von den Sieben Weltwundern nur noch eines - die Pyramiden! Und sie werden die Zeiten überdauern.

Daten & Fakten

Kulturdenkmal: unter den 9 Pyramiden von Giseh die größte jemals in Ägypten errichtete Pyramide, die heute noch 137 m hohe, aus etwa 2,5 Mio. Quadern errichtete Cheops-Pyramide, sowie die heute 136,5 m hohe Chephren-Pyramide, zudem die 73,5 m lange und aus einem Felsblock gehauene Große Sphinx; 60 m hohe Stufenpyramide des Königs Djoser und zwei Bankgräber für seine Gemahlinnen Nebet und Chenut in Sakkara; die 8 m lange und 4 m hohe Alabastersphinx und die Ruinen des Ptah-Tempels von Memphis; Pyramiden der Könige Sahure, Neferikare und Niuserre in Abusir; die Schwarze, die Weiße und die Rote Pyramide von Dahschur

UNESCO-Ernennung: 1979

2670-2600 v. Chr. während der 3. Dynastie Pyramiden von Sakkara

2600-2475 v. Chr. während der 4. Dynastie Pyramiden von Giseh

2475-2345 v. Chr. während der 5. Dynastie Pyramiden von Abusir

1994-1781 v. Chr. während der 12. Dynastie Pyramiden von Dahschur

379-396 unter Kaiser Theodosius Zerstörung der Tempel von Memphis

1881 Öffnung der in Sakkara gelegenen Pyramide des Königs Unas

1902-07 Freilegung des Pyramidentempels Königs Sahure von Abusir

1912 Freilegung der Alabastersphinx von Memphis

1975 in Sakkara Grab des Haremhab, des Mitregenten Tut-anch-Amuns, entdeckt

 

Theben, Das Herz des Pharaonenreichs

Die Königsstadt Theben, am Ostufer des Nils gelegen, beherrschte vier Jahrhunderte lang Ägypten und war zeitweilig Zentrum des östlichen Mittelmeerraumes. Seine Blütezeit erlebte Theben - so haben es die Griechen genannt (altägyptisch Weset) - im Neuen Reich während der 18. Dynastie, deren Pharaonen ihren unermesslichen Reichtum zur Verschönerung ihrer Residenz verschwendeten.

Das "hunderttorige" Theben war so groß, dass heute die Orte Luxor, Karnak und die umliegenden Dörfer das ursprüngliche Gebiet nicht bedecken können. Unermesslich alt war der Hauptort Oberägyptens schon zu Ramses Zeiten um 1280 v. Chr. und trotzdem vergänglich, weil er aus getrockneten Nilschlammziegeln gebaut wurde. Ramses der Zweite will sie nun alle übertreffen. Er schickt sich an, der größte Pharao aller Zeiten zu werden.

Nur die Tempel aus Stein sind geblieben: Der Luxor-Tempel und die riesige Tempelstadt von Karnak; der Amun-Tempel von Karnak: Der größte Sakralbau der Welt. Der Luxor-Tempel, mit Karnak durch eine drei Kilometer lange, von Sphingen gesäumte Allee, verbunden, war das zweitwichtigste Heiligtum Thebens. Die Gott Amun geweihte Anlage besitzt außer einer Fülle von Reliefs riesige Statuen von Ramses II., der wie kein anderer Herrscher Theben mit Denkmälern geschmückt hatte.

Die Pharaonen des Neuen Reiches fanden ihre letzte Ruhestätte in der Totenstadt westlich des Nils, auch Ramses II, der Größte aller Pharaonen.

Daten & Fakten

Kulturdenkmal: Ägyptische Hochkultur in Theben-Ost und -West, u. a. mit dem ursprünglich 158 m langen Grabtempel Sethos' I. von Kurna, der Nekrologe von Dra Abu el-Naga mit dem Grab des königlichen Arztes Neb-Amun und des Hohenpriesters Amenose, dem Tal der Könige u. a. mit den Gräbern Ramses' II., Ramses' III. und Ramses' XI., dem Tempel der Königin Hatschepsut, dem Ramesseum, dem größten dem Amun geweihten Totentempel Ramses' II. mit 67 m hohem Pylon am Osteingang, dem Tal der Königinnen mit dem Grab der Königin Eset und den Memnonkolossen mit fast 20 m Höhe

UNESCO-Ernennung: 1979

2040-1781 v. Chr. Mittleres Reich   /   1550-1075 v. Chr. Neues Reich

1479-1458 v. Chr. Königin Hatschepsut, Tante und Mitregentin von Thutmosis III.

1279-1212 v. Chr. unter Ramses II. Grabtempel Sethos' I. von Kurna

1184-1153 v. Chr. Ramses II.   /    1153-1147 v. Chr. Ramses IV.

1147-1075 v. Chr. 20. Dynastie, u. a. Ramses XI.  /  1799 Napoleonische Expedition

1817 Entdeckung des Grabes von Sethos I.  /  1894-96 Ausgrabungen des Hatschepsut-Tempels

1995 Entdeckung des Mausoleums der Söhne von Ramses II.

 

 


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